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 Disclaimer
Unter Einbürgerung versteht man die Verleihung der Staatsbürgerschaft. Eine Staatsbürgerschaft kennzeichnet die sich aus der Staatsangehörigkeit ergebenden Rechte einer natürlichen Person des Staats, welchem sie angehört. Gestetzliche Regeln, die an eine Staatsbürgerschaft anknüpfen, werden soweit möglich auf juristische Personen entsprechend angewandt.

Jeder Staat legt die Regeln für den Erwerb und Verlust seiner Staatsbürgerschaft sowie die mit der Staatsbürgerschaft verbundenen Rechte und Pflichten in Gesetzen fest. Die Staatsbürgerschaft begründet besondere Rechte als Schutz- und Abwehrrechte gegen den Staat (Reisefreiheit, Auslieferungsverbot) sowie Schutzansprüche im Verhältnis zu Dritten (konsularischer Schutz, internationale Prozessführung) und in Demokratien auch Teilhaberechte am Staatsleben (politische Mitgestaltung, Souveränitätsteilhabe). Staatsbürgerliche Pflichten sind im die Wehrpflicht, die Wahlpflicht oder die Pflicht, auch bei ausländischem Wohnsitz Steuern zu bezahlen.

Die Staatsbürgerschaft ist auch eine Ausprägung des konstitutiven Elements eines Staatsvolks, wonach ein Staat nur dann und nur solange als solcher besteht, als er neben dem Staatsgebiet und der Staatsgewalt auch ein Staatsvolk hat. Die durch die Staatsbürgerschaft begründeten Rechtsbeziehungen zwischen Staat und Bürger wirken über das Hoheitsgebiet des Staates hinaus und werden auch von anderen Staaten anerkannt.

Mehrstaatigkeit (doppelte Staatsangehörigkeit) bezeichnet den Fall, dass eine Person mehr als eine Staatsbürgerschaft gleichzeitig besitzt. Mehrstaatigkeit kann entweder durch den gleichzeitigen und automatischen Erwerb von zwei oder mehr Staatsbürgerschaften bei Geburt entstehen oder durch den Erwerb einer weiteren Staatsbürgerschaft auf Antrag. Die Mehrstaatigkeit bei Geburt entsteht entweder durch das Zusammenwirken mehrerer Staaten mit verschiedenen Regeln für den Erwerb einer Staatsbürgerschaft oder bei Kindern mit Eltern mit verschiedenen Staatsbürgerschaften, die gleichberechtigt alle ihre Staatsbürgerschaften auf das Kind übertragen.

Der Verlust der Staatsbürgerschaft kann wie der Erwerb durch gesetzlichen Automatismus oder per Verwaltungsakt oder durch einseitiges Handeln des Staatsbürgers erfolgen, sofern dies vorgesehen ist. So ist der Verlust der Staatsbürgerschaft durch freiwilligen Erwerb einer anderen Staatsbürgerschaft, durch Eintritt in fremde Streitkräfte, durch Auswanderung oder permanente Abwesenheit vom Staatsgebiet oder auch durch Erklärung oder Verzicht des Staatsbürgers möglich. Ab dem 1. September 2008 müssen Ausländer in Deutschland zur Einbürgerung einen bundeseinheitlichen Einbürgerungstest bestehen. Dieser besteht aus 33 Multiple Choice Fragen, von denen 17 richtig beantwortet werden müssen. Die Fragen werden aus einem Katalog von 310 Fragen ausgewählt. Bei jeder Frage werden vier Antwortmöglichkeiten vorgegeben. Der Test wurde an der Humboldt-Universität zu Berlin im Institut zur Qualitätsentwicklung entwickelt. Die genaue Festlegung der 310 Fragen aus den 1000 vorgeschlagenen erfolgt noch. Der Test ist mit 25 Euro Gebühren belegt und kann beliebig oft wiederholt werden. Zusätzlich können die Bundesländer Einbürgerungsgespräche führen.

Im Hinblick auf inhaltliche Kenntnisse „kultureller, politischer und historischer“ Art wird eine Änderung des Staatsangehörigkeitsgesetzes in Kraft treten. Danach wird es zu einer zusätzlichen Voraussetzung für den Einbürgerungsanspruch, dass der antragstellende Ausländer „über Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse in Deutschland verfügt. Der Einbürgerungstest ist eine Prüfung, bei der die politische und ethische Gesinnung eines Einbürgerungswilligen sowie bestimmtes staatsbürgerliches Wissen getestet werden. Der Test wird in der Regel von einer Behörde, die über die Einbürgerung zu entscheiden hat, abgenommen. Abgefragt werden in den meisten Staaten Kenntnisse in Bezug auf die jeweiligen Werte, die Geschichte, die Kultur und das Staatswesen des Landes, in welches die Einbürgerung erfolgen soll. Außerdem sollten Antragsteller für die deutsche Staatsangehörigkeit einen Sprachtest absolvieren, der sicherstellen soll, dass sie über ausreichende deutsche Sprachkenntnisse verfügen. Der Begriff Einbürgerungstest wurde gelegentlich auch für diese Sprachtests verwendet. Ausserdem müssen sich einbürgerungswillige Ausländer in deutscher Sprache verständigen können und zudem einen im Bundesgebiet einheitlichen Einbürgerungskurs absolvieren.



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